Lehrerin Sabine Schulz, "Kleinstschule" VS Überackern zum Workshop Steinsuppe

Mir hat besonders gefallen, dass die Kinder von Anfang bis Ende mit allen Sinnen dabei waren. Sie konnten ihre kreativen Ideen einbringen - in der szenischen Darstellung und beim Verfassen eines eigenen Märchens (was uns übrigens auch in den folgenden Deutsch-Stunden noch interessante Weiterarbeit ermöglichte). Ich würde sagen, dass die Kinder mit so einem Projekt auf jeden Fall zum Lesen und zur Auseinandersetzung mit Texten angeregt werden.


Archiv : Unsere Achtklässler besuchen die Stadtbibliothek    

In der Woche vor Weihnachten erhielten unsere SchülerInnen der 8. Klassen durch Literaturpädagogin Sonja Wirnsberger eine altersgemäße Einführung in die Benutzung der Stadtbibliothek. Die Jugendlichen erfuhren dabei, dass etwa 45 000 Medien zur Ausleihe bereitstünden und neben Belletristik oder Sachbüchern beispielsweise auch DVDs und Konsolenspiele angeboten würden. Einen allgemeinen Überblick über alle Kategorien vermittelte Frau Wirnsberger den SchülerInnen mittels eines Zuordnungsspiels, bei dem jede(r) ein unter einem großen Tuch verborgenes Medium herausziehen, kurz vorstellen und schließlich richtig zuweisen musste. Mit einem amüsanten Rollenspiel lenkte sie das Interesse der Schüler auf den Roman "Die Zeit der Wunder" von Anne-Laure Bondoux, aus dem sie anschließend vorlas. Die letzten 20 Minuten waren dann dem Schmökern vorbehalten, ehe man um einige Informationen reicher wieder in die Schule zurückkehrte.



Piratenführung

Eine Ersteinführung für Schulklassen in Bibliotheken kann viele Gesichter haben. Warum nicht einmal als Piraten Bibliothekarien erobern? Diese Art der spielerischen Entdeckung einer Bibliothek eignet sich für Erstklässler (gegen Ende des Schuljahres) und Zweitklässler. Die Räumlichkeiten und der Bestand der Bibliothek stehen im Mittelpunkt, die Aufstellung der Medien wird in die Suchspiele miteinbezogen.


Klassentagebuch 4. Klasse Altstadt

Lesewerkstatt "Wum und Bum"

Fr. Wirnsberger vom Lesemobil gestaltete mit den Kindern eine Lesewerkstatt zum Kinderbuch "Wum und Bum und die Damen Ding und Dong"
Hier zum Inhalt: Wumm und Bum - oder doch miteinander auskommen? Warum ist es manchmal so schwer, zusammenzuleben? Sich seiner Gefühle bewusst werden, sie benennen können und Bedürfnisse mitteilen - ein erster Schritt auf dem Weg in die Gemeinschaft. Wer auch die Bedürfnisse anderer erkennen und anerkennen kann, fügt sich leicht in eine Gruppe ein und ist ein beliebtes Mitglied.


Wie Kindern das Gedruckte schmackhaft gemacht werden kann

Lesepaten-Treffen der Bibliothek Burgkirchen - Buchhändlerin und Literaturpädagogin gaben Ratschläge - Schwerpunkt auf Buben-Bücher

Fast 20 Interessenten an qualitätvollen Kinderbüchern - mehrheitlich als Lesepatinnen und -paten an den Burgkirchner Kindergärten tätig, aber auch einige Erzieherinnen und vorlesefreudige Eltern - waren am vergangenen Donnerstag der Einladung der Gemeindebibliothek Burgkirchen zu der öffentlichen Veranstaltung  "Der (Vor) Lesekoffer kommt!" gefolgt. Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen wurde der büchereieigene "Lesegarten" im zweiten Obergeschoss des Bürgerzentrums mit Sonnenschirmen und Bistro-Bestuhlung in einen heimeligen Vortrags- und Gesprächsraum umfunktioniert. Ein Schwerpunkt der Aktion war die Präsentation zahlreicher Bilderbuch-Neuzugänge der Gemeindebibliothek, die sich besonders zum Vorlesen für kleine Zuhörer von 2 bis 6 Jahren eignen. Gastreferentin Kerstin Ricker von der Buchhandlung Fraundorfner hatte zusammen mit der Bibliotheksleitung bei ihrer Buchauswahl diesmal die Gewichtung auf "Jungs"-Bücher gelegt, da die Buben bei der Einstellung aktueller Kinderliteratur in diesem Jahr in der Bücherei besondere Berücksichtigung finden sollen. Daher kreisten die farbenfrohe Buchinhalte aus der Feder von Axel Scheffler, Christine Nöstlinger, Rafik Schami oder Philip Waechter vielfach um die Themen "Stark sein" oder "Angst haben", spaßige Ritter- & Drachengeschichten oder auch Sachthemen zu Feuerwehr oder Eisenbahn für die Kleinsten. Aber auch für Mädchen geeignete Bilderbücher mit lustigen Hexen- oder Tiergeschichten kamen zu Sprache und wurden von der Referentin als Vorleseempfehlung anregend vorgestellt. Nach einer kurzen Kaffeepause, wo die Zuhörer in den vorgestellten Büchern selbst blättern und sich mit kostenlosem Informationsmaterial versorgen konnten, nahm Büchereileiter Thomas Geigenberger die Gelegenheit wahr, dem ältesten Mitglied der Burgkirchner Lesepaten nachträglich zu einem runden Geburtstag zu gratulieren: Hans Fuchs, der als "alter Lesefuchs" regelmäßig im Kindergarten St. Konrad seinen "jungen Hörfüchsen" die Vielfalt der Bücherwelt nahebringt, erhielt zu seinem 90. Geburtstag eine lesenswerte Aufmerksamkeit in Form einer lustigen Fuchs-Bilderbuchgeschichte. Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Anwesenden Gelegenheit, auf die gezielten Fragen von Sonja Wirnsberger, ausgebildete Lese- und Literaturpädagogin aus Burghausen, zu Vorlese-Erfahrungen mit kleinen Kindern zu berichten und mögliche Problemfelder der Literaturvermittlung zu benennen. Am Ende der "Lesekoffer"-Veranstaltung bedankte sich Bibliotheksleiter Geigenberger bei den Zuhörern für deren großes Lese-Engagement und stellte in Aussicht, Anfang 2014 mit Lesepädagogin Sonja Wirnsberger als Referentin ein Kurzseminar zu Lesetechniken und Umsetzungsmöglichkeiten von Bilderbüchern für Kindergartenkinder anzubieten, an dem sowohl Lesepatinnen und -paten wie auch private Interessenten teilnehmen können. - red Alt- Neuöttinger Anzeiger vom 23.7. 2013


Drei karierte Mathelehrer (August 2013)    

(red.) Jonas Mathelehrer ist recht unkonventionell: Er trägt zwar einen V-Pullunder, doch wenn er den auszieht, sieht man Mathelösungen auf seinem Bauch. Er lächelt freundlich, genau wie die beiden anderen Mathelehrer, die sich am Montag, 12.8., im Lesecafe der Stadtbibliothek Burghausen tummeln. Sie haben sich hier im Rahmen des Ferienprogramms getroffen und stellen sich zusammen mit einem E-Bike-Veräufer, ein paar Leuten in Jeans und schicken Kleidern und einem Geheimagenten zum großen Gruppenfoto auf. Im Hintergrund ein Hochhaus, frisch aus Pappenheim. Die Hersteller dieser Herrschaften aus Papier erfuhren erst etwas über die aufwändige und ökologisch bedenkliche Herstellung von Papier. Für zwei Kilo "Frischpapier" also Papier ohne die Zugabe von Altpapier, werden sieben Bäume benötigt! Es geht natürlich auch umweltfreundlicher, aber auch recyceltes Altpapier kann nicht unbegrenzt erneut in Papier verwandelt werden, nach ein paar Durchläufen ist Schluss. Nach einer Schlacht "Jungs gegen Mädels" mit alten Zeitungen, die unentschieden verlief, hörten die Kinder von Literaturpädagogin Sonja Wirnsberger alles über Pappenheim und seine Bewohner, die aus Papier bestehen und ständig auf der Hut vor Entdeckung durch die Menschen sind.


Literaturpädagogik als neues Berufsbild  

Literaturpädagogik als neues Berufsbild  

  

Bibliothekare, Pädagogen und Erzieher können sich seit 2013 durch die Weiterbildung Literaturpädagogik für das neue Berufsbild qualifizieren. Nach dem Europäischen Qualifikationsrahmen(EQR) entspricht dies einem Masterabschluss.

"Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit meiner Literaturbegeisterung anstecken und das hauptberuflich - genial!" freut sich Sonja Wirnsberger, Literaturpädagogin aus Hochburg-Ach. Bibliothekare, Pädagogen und Erzieher können sich seit 2013 durch die Weiterbildung Literaturpädagogik für das neue Berufsbild qualifizieren. Nach dem Europäischen Qualifikationsrahmen(EQR) entspricht dies einem Masterabschluss. Ein Studium in den Bereichen Literatur, Pädagogik, Psychologie oder gleichwertige Berufserfahrung ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Qualifizierung. Der Bundesverband Leseförderung e.V. hat ein Curriculum erstellt, das unter www.bundesverband-lesefoerderung.de/weiterbildung einzusehen ist. Sonja Wirnsberger hat die Zertifizierung im Mai als zweite Literaturpädagogin in Bayern erworben. Sie wurde durch Ingeborg Taube auf dieses Berufsfeld aufmerksam. Frau Taube führt die Lesewerkstatt in Forchheim und ist seit vielen Jahren in Bayern literarisch tätig. Im Februar war sie mit ihren Literaturprojekten für zwei Wochen an der Hans-Kammer-Schule und im Juni für drei Wochen an der Johannes-Hess-Schule in Burghausen engagiert. Die beiden Literaturpädagoginnen nutzen diese Gelegenheit, um sich über ihre Arbeit auszutauschen und Vernetzungsmöglichkeiten zu diskutieren. Sonja Wirnsberger bietet mit dem Lesemobil in Bayern und Österreich Leseworkshops für Kinder und Jugendliche und Seminare für Literaturvermittler an: Lesen ist am Anfang eine mühselige Sache. Erinnern Sie sich noch, wie schwer es war, bis das Lesen einzelner Buchstaben zum Erkennen ganzer Wörter führte? Erst wenn das Lesen "automatisch" abläuft, kann man den Inhalt des Textes erfassen. Ich möchte die Kinder erleben lassen, das die ganze Mühe sich lohnt, das Bücher lebendig werden können und lesen ein aktives Gemeinschaftserlebnis sein kann. Sie entwickeln Lesekompetenz durch die attraktiven Bücher zu verschieden Themen, die für 1-2 Wochen zum Lesen und Betrachten in den Klassen und Kindergartengruppen verbleiben. Als Literaturpädagogin bin ich Spezialistin auf dem Gebiet Kinder- und Jugendliteratur und ihrer Präsentation. Mit speziell entwickelten Methoden und theaterpädagogischen Zugängen mache ich auf Bücher neugierig. Ich biete den Kindern auf mehreren Sinnesebenen einen Zugang zum Buch an. Die Teilnehmer werden auch selbst literarisch tätig. Gerade die Kinder, die in der Vorstellungsrunde betonen, dass sie bisher wenig gelesen haben, sind eifrig dabei, wenn sie Texte produzieren oder eines der Bücher selbst vorstellen dürfen. Leseförderung tut not, allein in Deutschland gibt es 7,5 Millionen funktionale Analphabeten (in Österreich ca. 400.000), Menschen, die selbst mit dem Lesen einer Bedienungsanleitung überfordert sind. Kindergärten und Schulen können einen Teil ihrer vielfältigen Aufgaben an spezialisierte Lese- und Literaturpädagogen abgeben und sich Unterstützung bei ihren eigenen Aktionen holen. Denn: Wer gern liest, liest viel. Wer viel liest, liest gut. Wer gut liest, liest gern. Für weitere Informationen oder Tipps für Klassenlektüre: http://www.lesemobil.at Quelle: www.pafnet.de 26.06.2013