Ich, Tessa und das Erbsengeheimnis

Die Leipziger Buchmesse hat für drei Jahre das Thema Europa gewählt. Aktueller und wichtiger geht es nicht. Während 2016 die Flüchtlinge im Mittelpunkt standen, drehen sich die Gespräche in den Salons „Europa 21“ dieses Jahr darum, wie unsere Gesellschaft auf die Veränderungen reagiert. Pegida, Brexit, Trump, Demokratie auf dem Prüfstand – was wird geschehen und was kann, was muss der Einzelne tun?...

In den sechs Salons treffen die Besucher auf Menschen, die sich persönlich einsetzen, in ihrer Arbeit oder privat, die sich einmischen, diskutieren und wissen, dass es Gespräche braucht, weil es nicht „die“ richtige Sichtweise gibt. Lesungen, Kabarettisten und Schauspieler vertiefen und geben Impulse. Das diesjährige Schwerpunktland Litauen ist seit 1. Januar 2015 Mitglied der Eurozone und präsentiert sich auf der Messe als „integrativer Bestandteil Europas“, wogegen andere die EU verlassen oder sich selbst den Beitritt erschweren. Flüchtlingsströme, Völkerwanderungen gibt es, seit die Menschheit existiert. Zeitzeugen, die Literatur und alle neuen Medien werden dringend benötigt, damit wir gut durch diese Zeit kommen, offen bleiben und verstehen, dass nichts gleichbleibt und so viele Meinungen, Sichtweisen und kulturelle Ausprägungen existieren, wie es Menschen gibt.

 

Buchtipp:

Ich, Tessa und das Erbsengeheimnis

 

Dieses Buch von Mixtvision ist einer der Gewinner des Leipziger Lesekompass der Gruppe 10-14 Jahre: Paul ist mit seinen elf Jahren schon ein gewiefter Detektiv und als solcher offen für alles, was das Leben ihm bringt. Diesmal direkt ins Nachbarhaus, dort zieht Tessa ein und Paul findet nach geduldiger Beobachtung heraus, was mit ihr los ist. Er beobachtet auch seine eigenen Reaktionen auf Tessa und ist sich schließlich sicher: Er ist verliebt! Kluger und witziger Liebes- und Detektivroman für Leser ab 10.

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